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Heizen & Lüften

Dicke Luft? - Nein Danke

Richtig Heizen

Jeder hat seine eigene Wohlfühltemperatur.
Eine Rechnung der EnergieAgentur NRW sollte jedoch jedem bewusst machen:
Pro Grad mehr Raumwärme werden auch rund sechs Prozent mehr Energie verbraucht.
Wer nachts die Temperatur auf 16 bis 18 Grad absenkt, kann - abhängig von der Baumasse
und der Dämmung des Hauses - bereits 20 bis 30 Prozent Energie einsparen.
Weniger als 16 Grad sollten es jedoch auch nicht sein, weil sonst am nächsten Tag zu viel Energie
benötigt wird, um den Raum wieder aufzuheizen

Tipp:

Im Schlafzimmer darf es ruhig den ganzen Tag 16 bis 18 Grad kalt sein.
Oft wird durch diese kühle Luft sogar ein tieferer Schlaf ermöglicht.
Wer auch im Winter mit geöffnetem Fenster schlafen will, sollte die
Schlafzimmertür aber geschlossen halten, damit die kalte Luft nicht in
die gesamte Wohnung zieht.

Richtig Lüften

Gerade im Winter sind Stoß- und Querlüftungen sehr wichtig.
Denn wer das Fenster nur kippt, erreicht um diese Jahreszeit keinen ausreichenden
Luftaustausch. Bei geöffneten Fenstern genügen schon fünf Minuten, um die Luft
im Innenraum von ihrem erhöhten, oft als "Mief" empfundenen, CO²-Gehalt zu reinigen
sowie die angesammelte Feuchtigkeit abzuführen. Auch Energie wird so gespart.
Bei dauerhafter Kippstellung entweicht die Wärme nämlich sofort durchs Fenster.

Tipp:

Ein einfaches Feuchtigkeitsmessgerät (Hygrometer)hilft dabei, die Luftfeuchtigkeit
im Raum zu messen. Mehr als 65 Prozent relative Luftfeuchtigkeit sollten es wegen
erhöhter Schimmelgefahr nicht sein. Trockene Luft mit Werten unter 35 Prozent
relativer Luftfeuchtigkeit reizt dagegen die Atemwege und fördert Erkältungen.

Das richtige Zusammenspiel von Heizen und Lüften

Auch bei häufigem Lüften kann Schimmel auftreten - dann, wenn gleichzeitig nicht
genügend geheitzt wird. Hierfür ist der sogenannte "Schlafzimmereffekt" verantwortlich.
Wird im warmen Badezimmer geduscht, versucht die Luftfeuchtigkeit, in kühlere
Regionen der Wohnung zu wandern - wie etwa das Schlafzimmer. Dort sammeln sich die
Wasserdampfmoleküle und kondensieren an kalten Wänden. Oft geschieht das ungesehen
an Orten, an denen keine Luftzirkulation stattfindet, etwa hinter Schränken oder Spiegeln.
Zur Vermeidung von Schimmelpilz sollte tagsüber darum kein Raum vollständig auskühlen.

Tipp:

Dort, wo vermehrt Feuchtigkeit entsteht, wie etwa in der Küche, sollten die Türen
geschlossen bleiben und Luftfeuchtigkeit direkt nach außen geführt werden.
Auch zwischen Räumen mit mehr als vier Grad Temperaturunterschied sollten
Türen geschlossen bleiben.