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Richtlinien zur Sanierung

In Innenräumen sollten Schimmelpilzquellen zur Vorbeugung von Gesundheitsrisiken generell beseitigt werden.

Eine befallene, Gesamtfläche ab etwa 0,5m², gilt generell als sanierungsbedürftig, wobei

Sinnvoll ist jedoch die Einteilung der Schäden in Kategorien:

Kategorie 1: Normalzustand bzw. geringfügiger Schaden, kann vom Nutzer selbst beseitigt werden.

Kategorie 2: Geringer bis mittlerer Schaden. Die Freisetzung von Pilzbestandteilen sollte
                      unmittelbar unterbunden und die Ursache mittelfristig ermittelt und saniert
                      werden. Sollte von einem Fachhandwerker (Maler, Putzer, Maurer, etc.) ohne
                      weitere organisatorische Maßnahmen ausgeführt werden.

Kategorie 3: Großer Schaden. Die Freisetzung von Pilzbestandteilen sollte sofort
                      unterbunden werden, die Ursache des Schadens ist unverzüglich zu ermitteln
                      und zu beseitigen. Die Betroffenen sind auf geeignete Art und Weise über den
                      Sachzustand zu informieren, eine Umweltmedizinische Betreuung sollte
                      erfolgen. Nach abgeschlossener Sanierung hat eine Kontrolluntersuchung
                      stattzufinden. Sollte nur von einer qualifizierten Fachfirma saniert werden.

In sensiblen Räumen (z.B. Schulen, Altenheime, Kindergärten, etc.) sollte jedoch auch bei kleineren Schäden aus Vorsorgegründen, die einschlägigen Vorschriften und Richtlinien
als Empfehlung eingehalten werden.

Sichtbare und nicht sichtbare Materialschäden Kategorie 1 Kategorie 2 Kategorie 3
Schadensausmaß keine bzw. sehr geringe Biomasse (z.B. geringe Oberflächenschäden < 20cm² ) mittlere Biomasse, oberflächliche Aus- dehnung < 0,5m², tiefere Schichten sind nur lokal begrenzt betroffen. große Biomasse, große flächige Ausdehnung >0,5m² auch tiefere Schichten können betroffen sein.